Unser Wirtschaftssystem beruht zunehmend auf „digitaler Wertschöpfung“: IT und Telekommunikation sind in Wirtschaft und Arbeitsleben unverzichtbar geworden. Sie stimulieren Innovationen, ermöglichen Kostensenkungen und führen zu verbesserter Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Studie LIFE 2 „Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft“ zeigen aktuelle und künftige Trends auf.
- Fast zwei Drittel der ICT-Entscheider (64%) sind der Ansicht, dass ICT gesamtwirtschaftlich eine entscheidende Rolle als Enabler neuer Geschäftsmodelle hat. In Deutschland erwarten die ICT–Entscheider1 in einigen Industrien ICT-induzierte Wachstumsimpulse von bis zu 11 Prozent und Kostensenkungspotenziale von bis zu 17 Prozent in den kommenden 5 Jahren.
- 79 Prozent der Entscheider messen der ICT heute sehr hohe oder hohe strategische Relevanz für ihr Unternehmen bei. Hoher Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit: Zwei Drittel der ICT-Entscheider (67%) gehen davon aus, dass ICT über den Hebel „Innovation“ hohen Einfluss auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens haben wird, in den USA sind es sogar 76 Prozent.
- Flexibilität, Mobilität und Kooperation gehören für viele ICT-Entscheider zu den wichtigsten Trends der nächsten Jahre. IT-Sicherheit ist dabei Grundvoraussetzung: Für mehr als jeden zweiten ICT-Entscheider (54%) gehört sie unter die Top 3. Green IT ist für fast jeden Dritten (29%) eines der wichtigsten Themen.
- Insgesamt 81 Prozent der befragten ICT-Entscheider gehen davon aus, dass sich Cloud Computing innerhalb der nächsten Jahre am Markt etablieren wird. Mehr als die Hälfte von ihnen (51%) erwartet, dass sich Cloud Computing als dominierende Variante des ICT-Bezugs etablieren wird. 77 Prozent der IT-Entscheider, in deren Unternehmen bereits Cloud Computing genutzt wird, erwarten steigende Investitionen in diesem Bereich.
- Die Bedeutung der virtuellen Kooperation wird weiter steigen: Sechs von zehn ICT-Entscheidern sind davon überzeugt, dass der Einsatz virtueller Kooperation die Entwicklungskosten in ihrem Unternehmen deutlich senken (62%) und die Time-to-Market ihres Unternehmens erheblich verkürzen (60%) könnte.
- Zwei Drittel der ICT-Entscheider (67%) gehen davon aus, dass die Bedeutung dezentralen Arbeitens in ihrem Unternehmen in den kommenden 5 Jahren (stark) zunehmen wird. Auch die Anwender wünschen sich mehr mobilen Zugriff. Die Sicherheitsstrategien müssen dafür stärker auf mobile Endgeräte ausgedehnt werden: 66 Prozent der ICT-Entscheider finden rollenbasierte Zugriffe sehr interessant oder interessant.
- ICT-Entscheider erwarten in allen untersuchten Branchen große Veränderungen durch den Einsatz neuer ICT-Lösungen. Vor allem in den Bereichen öffentliche Sicherheit (z. B. durch Vernetzung von Behörden), Bildung (E-Learning), Automobil, Verkehr & Transport (z. B. Verkehrsleitsysteme) oder auch Energie (Smart Metering, Green IT).
- Beim Thema Verkehr kann ICT aus Sicht der brancheninternen ICT-Entscheider vor allem in den Bereichen „Sicherheit“ und „Vermeidung von Überlastungen“ einen großen Beitrag zur Lösung wichtiger Herausforderungen leisten. Internetbasierte Unterhaltungsangebote im Automobilbereich werden nach Ansicht deutscher ICT-Entscheider (Auto) künftig zum Standardangebot gehören.
- Drei von zehn ICT-Entscheider (31%) aus dem Bereich Gesundheit sind der Ansicht, dass der größte Vorteil eines vermehrten Einsatzes von ICT im Gesundheitswesen in einer verbesserten Qualität der Behandlung zu sehen ist. Drei Viertel der Konsumenten (77%) sind davon überzeugt, dass eine elektronische Gesundheitskarte den Patienten wichtige Vorteile bringt.
- 70 Prozent der ICT-Entscheider erwarten, dass Green IT in 5 Jahren eine (sehr) hohe Bedeutung für ihr Unternehmen haben wird. Obwohl die meisten ICT-Entscheider (57%) Green IT vor allem aus Gründen der Kosteneinsparung interessant finden, haben erst 24 Prozent der Unternehmen einen Business Case dazu erstellen lassen. Bei Konsumenten herrscht großes Interesse für Smart Metering: 68 Prozent gehen davon aus, dass Smart Metering in 5 Jahren eine wichtige Rolle in ihrem Haushalt spielen wird.
1 Wenn hier und im Folgenden von Entscheidern, Konsumenten etc. die Rede ist, sind stets auch Entscheiderinnen und Konsumentinnen gemeint. Die Beschränkung auf die männliche Form erfolgt ausschließlich aus Gründen der Lesbarkeit.
