Unterhaltung, Hobbys, Reisen, Musik und Kultur – all diese Themen sind schon heute von Digitalisierung und Vernetzung geprägt. Bereits für 72 Prozent der befragten deutschen Onliner sind die digitalen Medien nicht mehr wegzudenken, wenn es um die Freizeitgestaltung geht. Gleichwohl wird das Leben im Bereich Freizeit und Wohlbefinden in Zukunft noch stärker vernetzt sein – darin stimmen Experten und Konsumenten überein. 93 Prozent der befragten Experten und 59 Prozent der befragten deutschen Konsumenten erwarten, dass Freizeitaktivitäten in zunehmendem Maße digital und vernetzt ablaufen. Welche Dienste und Anwendungen interessieren die Onliner dabei aber konkret? Und welche Aspekte müssen ganz grundsätzlich erfüllt sein, damit entsprechende Angebote von den Konsumenten auch genutzt werden?
So wichtig sind Internet und Telekommunikation
Bereits heute können sich 72 Prozent der befragten deutschen Internetbevölkerung – und 93 Prozent der Digitalen Avantgarde – eine Freizeitgestaltung ohne Internet und Telekommunikation nicht mehr vorstellen. Damit nehmen Internet und Mobiltelefonie in der Freizeitgestaltung der Deutschen bereits einen größeren Stellenwert ein als in den meisten anderen Ländern (siehe Abbildung 23). Noch weniger als die Deutschen könnten allein die Franzosen auf Mobiltelefon und Internet verzichten (78%). Ebenso wichtig wie für die Deutschen sind die digitalen Medien für die Südkoreaner – auch dort geben 72 Prozent der Onliner an, dass Internet und Mobiltelefonie aus der Freizeitgestaltung nicht mehr wegzudenken sind.
Die hohe Bedeutung der digitalen Medien im Bereich Freizeit und Wohlbefinden ist dabei nicht allein auf Aktivitäten im „virtuellen Raum“ zurückzuführen. Im Gegenteil: Online- und Offline-Welt sind eng verzahnt. Das Internet wird von 72 Prozent der deutschen Onliner auch genutzt, um „offline“ Unternehmungen vorzubereiten. Die Konsumentenbefragung zeigt, dass dieser Aspekt der Internetnutzung sogar für die Konsumentengruppe der Digitalen Nachzügler, für die der Einsatz digitaler Medien sonst noch nicht selbstverständlich zum Alltag gehört, von hoher Bedeutung ist: Der Aussage, auch Offline-Unternehmungen häufig online vorzubereiten, stimmen 59 Prozent der Nachzügler voll und ganz zu oder zu.
Diese Dienste sind interessant für die Konsumenten
Freizeit, Internet und Telekommunikation gehören also fest zusammen. Aber was genau nützt den Konsumenten? Welche Applikationen und Dienste finden die Onliner interessant? Die befragten Experten nehmen an, dass für die Konsumenten besonders Location-based Services – z. B. Fußgängernavigation, Informationen zur Umgebung per Handy oder sogenannte Buddy Lists mit Freunden in der Nähe – und Online-Musik von Nutzen sind. Fragt man die Konsumenten selbst, dann bestätigt sich vor allem das hohe Interesse an Online-Musik. Ebenfalls hoch in der Gunst der Konsumenten stehen Online-TV, Online-Video und das Teilen von Fotos (siehe Abbildung 24).
Die Hälfte der deutschen Internetbevölkerung interessiert sich für Angebote, die es einem ermöglichen, über das Internet Musik und Radio zu hören, nach Musik zu suchen oder Songs zu kaufen und herunterzuladen. Beinahe ebenso ansprechend sind audiovisuelle Angebote: Die Übertragung von Fernsehinhalten via Internet auf den Fernseher finden 45 Prozent der befragten Konsumenten attraktiv, der jederzeitige Zugriff auf Videoinhalte über das Internet, z. B. über Video-on-Demand-Plattformen, ist für 43 Prozent von Interesse. Und 42 Prozent der deutschen Onliner sind daran interessiert, Fotos im Internet hochzuladen und in Online-Fotobüchern oder auf Plattformen mit Freunden zu teilen.
Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass die Interessenlagen der Konsumenten in den untersuchten Ländern grundsätzlich ähnlich sind – zumindest was die Reihenfolge des Interesses betrifft. Ins Auge fällt jedoch, dass sich vor allem die südkoreanischen Onliner im Vergleich zur deutschen Internetbevölkerung gegenüber den meisten Angeboten noch aufgeschlossener zeigen (siehe Abbildungen 25 und 26). Jeweils 63 Prozent der befragten Südkoreaner beurteilen Online-TV und das Teilen von Fotos als interessant, für 56 Prozent ist der jederzeitige Zugriff auf Videoinhalte über das Internet attraktiv. Große Resonanz finden in Südkorea auch Online-Games: Während Online-Spiele mit mehreren Spielern – etwa Rollenspiele – in Deutschland noch kein Massenphänomen darstellen, interessiert sich bereits die Hälfte der befragten Südkoreaner dafür. Wohin die Reise in Deutschland künftig gehen kann, zeigt auch ein Blick auf die Digitale Avantgarde: Unter den Avantgardisten interessieren sich bereits 72 Prozent für Online-Video, 71 Prozent für Online-TV und 66 Prozent für das Hochladen und Teilen von Fotos.
Im Rahmen der Konsumentenbefragung wurde auch untersucht, wie wichtig es zukünftig sein wird, solche Dienste jederzeit und überall nutzen zu können. Die Analyse zeigt, dass viele deutsche Onliner das bereits heute wünschen: 38 Prozent sehen es als entscheidend oder sehr wichtig an, dass man Dienste aus dem Bereich Freizeit und Wohlbefinden auch von einem Mobiltelefon mit Internetzugang aus nutzen kann. Es ist davon auszugehen, dass sich dieses Mobilitätsbedürfnis künftig noch weiter verstärken wird: In Frankreich befinden bereits 52 Prozent und in Südkorea sogar 62 Prozent den mobilen Zugriff als entscheidend. Ganz zu schweigen von den Avantgardisten, von denen sogar 72 Prozent Wert auf einen mobilen Zugriff legen (siehe Abbildung 27).
Wichtig sind den befragten Konsumenten bei Diensten im Bereich Freizeit und Wohlbefinden auch die Datensicherheit, ein seriöser Anbieter und ein fairer Preis. Hinzu kommt die intuitive Bedienbarkeit: Sie ist für immerhin fast ein Drittel der deutschen Onliner ein Aspekt, der auf jeden Fall erfüllt sein muss, damit sie sich für ein entsprechendes Angebot entscheiden. Zudem achtet etwa jeder Vierte darauf, dass auch ein Großteil der Freunde und Bekannten den Dienst nutzt.
Unterhaltung, Hobbys, Reisen, Musik und Kultur – all diese Themen sind schon heute von Digitalisierung und Vernetzung geprägt. Bereits für 72 Prozent der befragten deutschen Onliner sind die digitalen Medien nicht mehr wegzudenken, wenn es um die Freizeitgestaltung geht. Gleichwohl wird das Leben im Bereich Freizeit und Wohlbefinden in Zukunft noch stärker vernetzt sein – darin stimmen Experten und Konsumenten überein. 93 Prozent der befragten Experten und 59 Prozent der befragten deutschen Konsumenten erwarten, dass Freizeitaktivitäten in zunehmendem Maße digital und vernetzt ablaufen. Welche Dienste und Anwendungen interessieren die Onliner dabei aber konkret? Und welche Aspekte müssen ganz grundsätzlich erfüllt sein, damit entsprechende Angebote von den Konsumenten auch genutzt werden?





