LIFE 1 - Arbeiten und Lernen

Ob es nun um das Arbeiten von zu Hause aus oder unterwegs geht, um das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten, die auf virtuellen Speichern hinterlegt sind, um Videokonferenzen, die Nutzung von Online-Enzyklopädien oder um E-Learning: Auch im Lebensbereich Arbeiten und Lernen sind Internet und Telekommunikation nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. 43 Prozent der befragten Deutschen finden, dass Digitalisierung und Vernetzung in diesem Lebensbereich bereits heute unverzichtbar oder von sehr hoher Bedeutung sind. Für die Zukunft rechnen 79 Prozent der befragten Experten und 64 Prozent der befragten Konsumenten in Deutschland mit einem weiteren Bedeutungsanstieg der Digitalisierung in unserem Arbeitsalltag.

Bedeutung von Internet und Telekommunikation beim Arbeiten und Lernen

Bedeutung von Internet und Telekommunikation beim Arbeiten und Lernen

So wichtig sind Internet und Telekommunikation heute

Vor allem die Digitale Avantgarde in Deutschland ist im Arbeitsleben auf Digitalisierung und Vernetzung angewiesen: 81 Prozent der Befragten dieser Konsumentengruppe geben an, dass sie ohne die Unterstützung von Internet und Telekommunikation ihre Tätigkeit nicht ausüben könnten. Insgesamt sind es in Deutschland 63 Prozent der Internetbevölkerung, für die ein Arbeiten ohne Internet und Mobiltelefon nicht vorstellbar ist. Damit liegt Deutschland im Ländervergleich im oberen Mittelfeld: Noch wichtiger für das Berufsleben der Befragten sind Internet und Telekommunikation nur noch in Ungarn mit 69 Prozent der Befragten und in Südkorea mit 65 Prozent (siehe Abbildung 34).

Nutzung des Internet als Informationsquelle

Nutzung des Internet als Informationsquelle

Besonders wichtig für die Deutschen ist der Zugriff auf Wissen im Internet. 71 Prozent der deutschen Onliner geben an, dass Online-Wissenssammlungen und Online-Enzyklopädien für sie bereits zu wichtigen Informationsquellen geworden sind. In Sachen Wissenserwerb führt Deutschland das Studienländerranking damit eindeutig an. An zweiter Stelle steht Frankreich, hier geben 66 Prozent an, mithilfe des Internets ihr Wissen zu erweitern. In Südkorea sind es 61 Prozent, in den USA 59 Prozent. In Ungarn und Großbritannien nutzen jeweils 57 Prozent die im Internet zur Verfügung stehenden Informationsquellen. Besonders intensiv werden Online-Wissenssammlungen und Online-Enzyklopädien aber von der Digitalen Avantgarde genutzt: 85 Prozent dieser Konsumentengruppe geben an, hier eine wichtige Informationsquelle für sich erschlossen zu haben (siehe Abbildung 35).

Mobiles Arbeiten und Lernen

Mobiles Arbeiten und Lernen

Vorreiter in Sachen mobiles Arbeiten hingegen ist Südkorea: Rund 31 Prozent der Befragten arbeiten (oder studieren) häufig auch unterwegs, also zum Beispiel an Flughäfen, im Zug, in Cafés etc. Ähnlich häufig arbeitet auch die Digitale Avantgarde Deutschlands mobil: Jeder Dritte (33%) gibt an, beim Arbeiten nicht unbedingt an seinen Arbeitsplatz gebunden zu sein und auch öffentliche Orte zum Arbeiten zu nutzen. Auch in den USA arbeitet bereits knapp jeder vierte Befragte so, in den übrigen Ländern liegen die Werte noch etwas darunter: 20 Prozent in Ungarn, 18 Prozent in Großbritannien, 16 Prozent in Frankreich und 13 Prozent in Deutschland (siehe Abbildung 36).

Beurteilung verschiedener Dienste im Bereich Arbeiten und Lernen (Deutschland)

Beurteilung verschiedener Dienste im Bereich Arbeiten und Lernen (Deutschland)

Diese Angebote finden die Konsumenten interessant

62 Prozent der deutschen Internetbevölkerung finden es sehr interessant oder interessant, mobil zu arbeiten, d. h. wo und wann sie möchten – unterstützt z. B. durch Fernzugriffslösungen für die abgesicherte Vernetzung von mehreren Computern über das Internet. Knapp ebenso viele, nämlich 61 Prozent, interessieren sich für Angebote aus dem Bereich Web Collaboration, also für Dienste, die es beispielsweise erlauben, trotz räumlicher Trennung im Team zusammen an den gleichen Dokumenten zu arbeiten, für virtuelle Projekträume oder virtuelle Meetings. Ebenfalls auf hohes Interesse stoßen Angebote rund um das Thema E-Learning. Hier können Computer-based-Trainings, Distance Learning, Virtual Classrooms, Teleteaching etc. als Beispiele genannt werden. Rund 56 Prozent der Befragten interessieren sich für diese Art der Wissensvermittlung mithilfe digitaler Medien. Aber auch Angebote im Bereich der eher spielerischen Wissensvermittlung, des sogenannten „Edutainment“, treffen offensichtlich auf ein bestehendes Bedürfnis bei den deutschen Onlinern: Jeder zweite Befragte (52%) gibt an, solche Angebote sehr interessant oder interessant zu finden. Software für einen begrenzten Zeitraum zu mieten anstatt sie zu kaufen, können sich rund 38 Prozent der Befragten vorstellen (siehe Abbildung 37).

Interesse an Angeboten zum mobilen Arbeiten

Interesse an Angeboten zum mobilen Arbeiten

Im Ländervergleich zeigt sich, dass gerade die Befragten in Frankreich ein besonders hohes Interesse an allen abgefragten Diensten des Lebensbereiches Arbeiten und Lernen an den Tag legen. Das Thema „Arbeiten, wo und wann man möchte“ ist dort beispielsweise für 77 Prozent der Befragten sehr interessant oder interessant – ein noch größeres Interesse am mobilen Arbeiten zeigt nur noch die Digitale Avantgarde. In dieser Konsumentengruppe interessieren sich sogar 85 Prozent für Angebote aus dem Bereich des mobilen Arbeitens (siehe Abbildung 38).

Bedeutung des Mobilen Zugriffs im Bereich Arbeiten und Lernen

Bedeutung des Mobilen Zugriffs im Bereich Arbeiten und Lernen

Rund 43 Prozent der Befragten in Deutschland ist es wichtig, dass die verschiedenen Angebote jederzeit und überall nutzbar sind, z. B. von einem Mobiltelefon mit Internetzugang aus. In Großbritannien sind es dagegen erst 37 Prozent. In Ungarn legen 48 Prozent der Befragten Wert auf den mobilen Zugriff, in den USA 49 Prozent. Vorreiter in Sachen mobiler Nutzung sind auch im Lebensbereich Arbeiten und Lernen Südkorea und Frankreich – hier finden es 66 bzw. 63 Prozent der Befragten entscheidend oder sehr wichtig, auf solche Angebote auch von einem Mobiltelefon aus Zugriff zu haben. Geht man davon aus, dass sich das Verhalten der Digitalen Avantgarde in Deutschland zukünftig verstärkt auch in der breiteren Bevölkerung beobachten lassen wird, dann wird der mobile Zugriff demnächst erheblich an Bedeutung gewinnen. In der Gruppe der Digitalen Avantgarde sind es nämlich bereits 71 Prozent der Befragten, die angeben, hohen Wert auf überall und jederzeit verfügbare Angebote rund um das Arbeiten und Lernen zu legen (siehe Abbildung 39).