3.1 Umweltschutz – die nächste Generation

Jüngere Onliner sind aufgeschlossener für neue F ormen des Umweltschutzes.

Jüngere Onliner sind aufgeschlossener für neue F ormen des Umweltschutzes.

Flaut die Ökowelle ab, wenn die junge Generation konsequent weniger nachhaltig handelt als die Generation ihrer Eltern? Nicht unbedingt – das zeigt das Interesse der jüngeren Befragten an neuen Wegen für den Umweltschutz, die sich vor allem mithilfe von Apps – kleinen Programmen für die beliebten internetfähigen Smartphones – realisieren lassen. Hier sind die jüngeren Befragten deutlich aufgeschlossener als die Pioniere der Umweltbewegung.

Fast jeder zweite der unter 30-Jährigen (48%) kann sich zum Beispiel für elektronische Tickets auf dem Smartphone begeistern. Das spart Papier und freut den technologiefreundlichen Nachwuchs (50-65-Jährige: 34%). 44 Prozent der unter 30-Jährigen finden es sinnvoll, wenn die Kosten für den häuslichen Energieverbrauch per Smartphone kontrolliert werden könnten (50-65-Jährige: 33%). Ebenfalls 44 Prozent der unter 30-Jährigen zeigen Interesse an der Möglichkeit, sich während des Einkaufs über Smartphones weitere Informationen zur Umweltbilanz, Sozialverträglichkeit oder zu Inhaltsstoffen eines Produktes anzeigen zu lassen, wie es bestimmte Apps beim Scannen eines Barcodes ermöglichen. Einkaufsguides im Smartphone, zum Beispiel zu saisonalen Gemüsesorten, sprechen jeden Dritten (35%) der unter 30-Jährigen an.

Vielleicht braucht jede Generation ihre eigene Form des Umweltschutzes: Zwei Drittel der über 50-Jährigen haben die alte Tradition erfüllt und in ihrem Leben bereits einen Baum gepflanzt. Smartphone-Besitzer können auch dies inzwischen über eine App veranlassen.