2.1 So wird die Firma grüner

Jeder zweite Befragte meidet Produkte von Unternehmen, die in einen Umwelt- oder Sozialskandal verwickelt sind.

Jeder zweite Befragte meidet Produkte von Unternehmen, die in einen Umwelt- oder Sozialskandal verwickelt sind.n.

Was genau ist ein nachhaltiges Unternehmen aus Sicht der Befragten? Gemessen an nachhaltigen Geschäftspraktiken, ordnen die meisten Befragten den Umwelt und Energiethemen eine hohe Bedeutung zu. Auf den ersten vier Plätzen landen ausschließlich Umweltthemen: von der Erhöhung der Energieeffizienz (82%) über Abfallvermeidung und Recycling (79%) bis hin zu Absenkung eigener Schadstoffemissionen wie CO2 (78%) oder zur Förderung erneuerbarer Energien und umweltschonender Produkte im Portfolio (je 77%).

Erst auf dem fünften Platz finden sich die ersten Maßnahmen für Mitarbeiter, wie das Übertreffen branchenüblicher Sozialstandards oder die Sensibilisierung von Mitarbeitern für Nachhaltigkeitsthemen (je 72%). Zwei Drittel der Befragten (67%) finden es wichtig, dass Bonuszahlungen an Manager auch an ethischen oder ökologischen Kriterien bemessen werden und dass ein Unternehmen bei seinen Geschäftspartnern und Lieferanten Umwelt- und Sozialstandards einfordert. Mehr als die Hälfte (57%) sieht es als wichtig an, dass ein Unternehmen einen Teil seiner Gewinne in soziale Projekte oder den Umweltschutz investiert. Skandale können ein Unternehmen ruinieren: Mehr als jeder zweite Befragte (55%) meidet Produkte von Unternehmen, die in einen Umwelt- oder Sozialskandal verwickelt sind. Bei besser Gebildeten sind es sogar 61 Prozent, bei den über 50-Jährigen klettert der Anteil der Boykottwilligen auf fast zwei Drittel (64%).