3.0 Je älter, desto grüner?

Die über 50-Jährigen sind konsequenter beim Umweltschutz

Die über 50-Jährigen sind konsequenter beim Umweltschutz

Der Einkaufskorb als Stimmzettel für eine bessere Welt: Diesem Konzept folgt etwa die Hälfte der deutschen Online-Nutzer. 50 Prozent bevorzugen Produkte, die sozial und/oder ökologisch korrekt, d. h. zum Beispiel ohne Kinderarbeit, bzw. nach ökologischen Richtlinien produziert worden sind.

Auch konkret kauft die Mehrheit umweltbewusst ein, wenn auch mit einer deutlichen Generationenkluft. Während über 50-Jährige konsequent umweltbewusst handeln, ist bei den unter 30-Jährigen der Anteil derjenigen, die umweltfreundlich einkaufen, zwar immer noch auf hohem Niveau, allerdings sinkt hier der prozentuale Anteil um 10 bis 15 Prozentpunkte. So geben in der Regel neun von zehn der über 50-Jährigen an, beim Kauf von Elektrogeräten auf Energieeffizienz zu achten, bzw. den privaten Stromverbrauch zu senken; bei den unter 30-Jährigen sind es im Vergleich „nur“ drei von vier (76% bzw. 78%). Beim Kauf regionaler/saisonaler Produkte liegt die Differenz zwischen beiden Gruppen sogar bei fast 20 Prozentpunkten: 86 Prozent der über 50-Jährigen, aber nur 67 Prozent der unter 30-Jährigen kaufen, wenn möglich, saisonale oder regionale Produkte, die aufgrund kürzerer Transportwege meist umweltfreundlicher sind.

Recycling ist in Deutschland an der Tagesordnung: Je 90 Prozent der Befragten geben an, ihren Papier-, bzw. Plastikmüll in der Recyclingtonne zu entsorgen. Das Stiefkind des Recyclings ist das Mobiltelefon: Obwohl die Geräte wertvolle Rohstoffe enthalten, werden sie relativ selten recycelt. 57 Prozent geben an, ihre Alt-Handys meistens in den Wertstoffkreislauf zurückzugeben. Auf Basis der Gesamtzahl der Alt-Handys und der Rücklaufquoten dürften es allerdings deutlich weniger sein.